Über Mich

Ein Bild, das Person, Frau, lächelnd, haltend enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Ich mit 15 Jahren auf Sylt

Die auf dem Foto, das bin ich. Mit fünfzehn, irgendwo am Strand auf Sylt. Es war Herbst und ich war dort, wie schon so oft davor und auch danach, mit meiner Tante und meinem Onkel übers Wochenende. Es war eine herrliche Zeit. Immer wieder.

Wenn ich das Foto betrachte, kann ich das Salz der Gischt auf meinen Lippen schmecken und der Duft der Dünen strömt an meiner Nase vorbei. Ich blinzle in die Sonne genauso, wie ich das Peitschen der Wellen beim Sturm beobachten kann. Ich erinnere mich an die Wanderungen am Strand nach Hörnum. Dort schlendern wir am Hafen herum, kaufen direkt vom Kutter frische Nordseekrabben, pulen sie noch vor Ort, blicken auf das Hafenbecken, wo kleine Wellen sanft an die Boote klatschen und lassen uns die Krabben schmecken.

Mein Ansinnen ist es jetzt nicht, mich hier selbst darzustellen, wie in den Profilen in einer Single-Börse. Es liegt mir fern, mich mit schönen Worten zu behängen, als würde das Eindruck schinden. Meine Erfahrung ist, dass diese Worte häufig nicht mit dem übereinstimmen, was man dann irgendwann einmal persönlich kennengelernt hat. Natürlich könne ich jetzt auch schreiben, was andere über mich sagen und wie sie über mich denken. Aber glaubt mir, wenn ich meinen Ex fragen würde, dann bekämet ihr ein ganz anderes Bild über mich geschildert, als würde ich meinen Mann fragen. Auch meine Tochter hätte anderes zu berichten und wer weiß, was herauskäme, würde ich alle meine Bekannten und Freude befragen. Sicher würde ich hier gern wunderschöne Worte hinschreiben und „behaupten“, das bin ich. Doch ich wäre mir ehrlich nicht sicher, ob es die Wahrheit wäre oder doch nur irgendwelche Wunschvorstellungen. Also lasse ich es gleich bleiben.

Irgendwie fiel es mir schon immer leichter mich schriftlich auszudrücken, als mündlich, auch wenn mein Gemeinschaftskunde-Lehrer es begrüßt hätte, wenn ich meine Texte thesenartiger zusammengefasst hätte. Doch das lag mir noch nie. In einem Wettbewerb für Kurzgeschichten gewann ich mal den 2. Platz. Die Geschichte hieß „Unverhofft kommt oft.“ Die hätte dem Lehrer bestimmt gefallen, aufs Wesentliche zusammengefasst. Ihr findet sie hier im Blog.

Mein Mann sagt über mich, ich sei seine Frau mit Vollausstattung und seine 7-Sterne-Köchin. Seit wir wieder zusammen sind, finde ich gefallen am Kochen und Backen. Wenn der butterige Geruch von französischen Croissants durch die Wohnung wabert, lernt man Selbstgemachtes zu schätzen.

Schöne Worte, Sätze und Formulierungen können mich entzücken.

Ich mag Hermann Hesse, Chris Rea, Roger Hodgson, Barbara Streisand, Steffi Graf, Claudia Schiffer, Pippi Langstrumpf, Peter Pan, Robert Betz, Veit Lindau – um nur einige zu nennen.

Mir gefallen Ehrlichkeit, Frieden, Offenheit, Humor, Aufrichtigkeit, Fairness, Gerechtigkeit, Herzlichkeit, Freude, Einfühlungsvermögen, Zusammenhalt, Freiheit…

Mein Stil ist meine Stillosigkeit und man sagt mir nach, mich könne man nicht in eine Schublade pressen, man müsse mich einfach kennenlernen.

Als Kind wollte ich schon immer Schriftstellerin oder Schauspielerin werden. Parallel Tischlerin und Innenarchitektin. Und als dritte Alternative „irgendetwas mit Reisen“. Über sehr viele Umwege habe ich es zur Schriftstellerin geschafft und die Möbel rücke ich einfach zu Hause hin und her und dekoriere alles immer wieder neu. Allerdings nicht mehr so in den letzten Jahren. Mein Mann findet es ganz praktisch, wenn Dinge ihren Platz haben und er nicht ständig neu suchen muss. Wie schön, dass wir bald umziehen. Dann gibt es ein ganzes Haus, in dem ich die Möbel rücken kann und herrlich frisch dekorieren.

Ungefähr zwanzig Prozent der Bevölkerung gehören zu den Hochsensiblen. Eine davon bin ich. Das ist manchmal ziemlich anstrengend, weil das Nervenkostüm ziemlich anfällig ist und die Nerven häufiger mal blank liegen. Es ist auch nicht jeden Tag gleich. So gibt es Tage, da kann ich gut viele Menschen um mich herum aushalten, an anderen ist es so schlimm, dass ich definitiv fluchtartig die Veranstaltung verlasse – auch mittendrin. So reagiere ich auch hochempfindlich auf Gerüche und Geräusche. Dieses Einfühlen und spüren, wenn jemand lügt oder versucht irgendetwas vorzutäuschen, gelingt mir auch ziemlich häufig ziemlich gut. Als Kind habe ich mich häufig in Traumwelten zurückgezogen, wenn mir die reale Welt zu heftig wurde.

Ich mag Schokoladeneis, duftende Rosen, alte Obstbäume, Buchen, Gras unter meinen nackten Füßen, Kleider, leichte Gardinen, die sich im Wind bewegen, Tee trinken am Nachmittag, die Pinsel auf der Leinwand schwingen lassen, die Zeit vergessen, lachen bis der Bauch wehtut, durch einen Regenguss laufen, hoch hinaus schaukeln, auf einen Baum klettern, Picknick machen, eine Radtour, Entdecken, Kennenlernen, tief-schürfende Gespräche, Philosophieren, laut Musikhören und mitsingen, Tanzen, gutes Essen, guten Wein, nette Menschen um mich herum, die Natur, Ruhe, Stille, Alleinsein, mit meinem Mann zusammen sein, Widersprüche, Bäume, Büsche, Sträucher, Blumen, die Pflanzenwelt, Tiere, einen Regenbogen, Naturgewalten, Sommergewitter, Sternenhimmel, den Mond, meine allerbesten Freundinnen, meine allerliebste Tochter, das Ungreifbare zwischen Himmel und Erde, Spiritualität, in die Geschichten von Büchern eintauchen und die Welt um mich herum für eine Weile vergessen, Gebirgsbäche voller klarem und kühlem Wasser, Bergtouren am frühen Morgen, Reiten der aufgehenden Sonne entgegen, …

Was ich gern mal wieder tun würde sind windsurfen, reiten, eine Nacht durchtanzen, Radschlagen, einen Purzelbaum machen, auf dem Kopf stehen, eine sommerliche Bergwanderung und in Paris vor einem Straßencafé in der Sonne sitzen, dabei einen Milchkaffee schlürfen, während ein Franzose mit Baskenmütze Gitarre spielt und dazu herrliche Chansons für mich singt… – ich weiß, das ist eine klischeehafte Vorstellung, aber mir gefällt sie trotzdem.