Erdverschiebungen und Erdhügel

>> Was Ungeduld ist, kann nur ermessen, der einen steinreichen Erbonkel hat. <<

(Mark Twain (1835 – 1910) – amerikanischer Schriftsteller)

Hm, erwähnte ich nicht schon mal irgendwo, dass Geduld nicht zu meinen Tugenden zählt?

Ich gehöre ja eher zu den Menschen, die, sobald ein Plan feststeht, sofort zur Tat schreiten wollen und die dann am besten abends alles erledigt haben. Das bedeutet jetzt nicht, dass ich ständig und ewig in Aktion bin. Solche Menschen soll es ja auch geben. Diejenigen, die dann von morgens bis abends beschäftigt sind und ständig irgendetwas tun müssen. Ne, so eine bin ich dann nicht. Müßiggang und Nichtstun sind dann doch auch mein Ding. Aber wenn ich einen Plan geschmiedet und ein Ziel anvisiert habe, dann – bitteschön – kann es doch auch gern sofort und zügig losgehen.

Das alles lässt sich natürlich leichter bewerkstelligen, wenn man nicht auf andere Menschen angewiesen ist. Ich meine, wenn ich einen Nagel in der Wand haben will, dann nehme ich mir einen Nagel und einen Hammer – erledigt.

Doch ein Haus zu bauen, geht nicht so einfach. Ginge es vielleicht, wenn – ja, wenn da nicht die anderen Menschen wären. Menschen mit eigenen Vorstellungen, Prioritäten und Zeitplänen. Wieso deren Terminplan dann aber auch soweit von meinen abweicht, fällt mir schwer anzunehmen, aber ich habe ja keine Wahl.

Doch alles hat mal ein Ende, auch das Warten. Zumindest die erste Etappe des Wartens ist jetzt vorbei, auch wenn es bei diesem Projekt sicherlich nicht die letzte sein wird – leider. Man wird meine Geduld vermutlich noch häufiger auf eine harte Probe stellen.

Also, gestern haben sie mit den Erdarbeiten angefangen. Da kam ein großer Bagger und verschob die Erde und am Ende des Grundstücks gibt’s jetzt einen großen Erdhügel. Der wird noch größer, denn sie haben erst die Hälfte geschafft. Montag geht’s dann weiter. Auf meine Bitte hin, haben sie auch gleich eine Drainage mit verlegt. Ist doch ganz praktisch, sonst hätten wir später, alles ums Haus herum erneut aufgraben müssen und das wäre ziemlich doof gewesen und irgendwie auch verplemperte Zeit.

Nun werde ich also häufiger zum Grundstück fahren und das Voranschreiten dokumentieren. Ich bin gespannt.

Liebe Grüße von Herzen, Kaya

© Kaya Licht

P.S.: Wieso sagt man eigentlich „Wir bauen ein Haus“? Müsste es nicht korrekt lauten: „Wir lassen ein Haus bauen“? Eigentlich schon, wegen der anderen involvierten Menschen, meine ich. Wir schauen doch nur zu und machen kluge Sprüche und Bemerkungen … und passen natürlich auch auf.

P.S.2: Ich habe schon mal ein Haus bauen lassen. Da hatten sie dann die Treppe so eingebaut, dass man die Tür gar nicht mehr richtig öffnen konnte. „Ist so auf dem Plan eingezeichnet“, hat der Arbeiter erklärt. Natürlich wurde das geändert, doch ich wollte nur mal kurz erwähnen, weshalb die klugen Sprüche und Bemerkungen durchaus berechtigt sein können.

21 Comments

  1. Liebe Kaya,
    bezüglich Geduld und alles wie du es in beiden darauf folgenden Absätzen beschrieben hast, sind wir uns sehr ähnlich und auch bei unserem Hausbau vor vielen Jahren wurde so manches nicht nur mangels Geduld teils zur innerlichen Zerreißprobe.
    Zumindest ist ja schön mal der Anfang gemacht und gleich eine Drainagen zu verlegen ist nicht verkehrt, wenn man in einem Feuchtgebiet baut, wo es ziemlich viel Grundwasser gibt. Ansonsten regelt es sich auch wenn sich durch auch noch andere Häuser mit Gärten der Grundwasserspiegel automatisch absenkt…
    Ein Nachbar von uns verlegte auch eine Drainage, durch die das Grundwasser immer schön abfloss und der Garten mangels Wasser stets am austrocknen war und ständig gegossen werden musste.
    Wichtiger ist dann genügend Leerrohre verlegen zu lassen, weiß ich aus Erfahrung und positive oder nützliche Erfahrungen sollte man ja auch immer weitergeben. 😉
    Liebe Grüße von Hanne und hab noch ein schönes Wochenende 🍀🌻🌞

    Liken

    1. Oh liebe Hanne,
      vielen Dank für diesen Hinweis. Ich werde ihn mal weitergeben. Das ist bestimmt ein guter Plan – das mit den Leerrohren, meine ich.
      Hier in Nordfriesland ist ja grundsätzlich immer schnell mal viel Wasser und dann haben wir den Marschboden, wo sich das Wasser auch länger speichert.
      Wir hoffen mal das Beste.
      Liebe Grüße für Dich, von Kaya … und für Dich ein ganz zauberhaften Abend und Sonntag.

      Gefällt 1 Person

  2. Oh, was den Mangel an Geduld bei der Umsetzung von Ideen und Projekten anbelangt, da können wir uns die Hand geben, liebe Kaya! 😀
    Beim Hausbau ist wohl das Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“ angebracht. Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass euer Bauprojekt sich nicht so hinziehen wird wie der BER. 😉
    Herzliche Grüße!

    Gefällt 1 Person

    1. Oh Martha, das wird es doch hoffentlich nicht tun! Die Vorstellung – ach nein, lieber nicht. Wir kriegen das schon hin. Sonst bleibe ich noch eine Weile länger bei meiner Freundin – oder wir ziehen in unseren kleinen Wohnwagen … 😉

      Gefällt 1 Person

    1. Danke lieber Valentin,
      das wird schon. Das weiß ich einfach.

      Ansonsten habe ich heute mächtig im Café gearbeitet. Meine Freundin haben heute das gerockt, was wir sonst am Sonntag zu fünft machen. War eine Menge zu tun hier.

      Für Dich und Wolf (da bist Du doch aktuell, richtig?) liebe Grüße, Kaya

      Liken

          1. Ach so … nun ja, morgen soll es hier ordentlich pusten und dann arbeite ich ja wieder im Café … und sonst, ja, wäre eine Idee … ich werde mal drüber schlafen 😉

            Gefällt 1 Person

  3. Wer beim Hausbau nicht gleich an alles denkt, zahlt später drauf. Ich hab Bekannte in Seligenstadt, da steht ständig der Keller unter Wasser, wenn der Main mal Hochwasser führt ..

    „Wir bauen ein Haus“: Wer sind die Bauherren und wer die bezahlten Ausführenden?

    Ich wünsch euch Glück ❤

    Gefällt 1 Person

    1. Oh ja, ich denke auch manchmal, wie praktisch es doch ist, dass mein Mann Bauingenieur ist. An was der alles denkt und mit welchen Begriffen er um sich wirft … ! So ein Laie wie ich, hätte das alles doch gar nicht, gewusst. Genauso, wie die meisten Bauherren …

      Mein Mann meinte auch schon; „Was meinst du, weshalb es so viele Mängel gibt.“ Viele davon entstehen halt aus Unwissenheit und weil niemand vor Ort richtig darauf achtet. Dann wird oft auf billige Kräfte aus dem Ausland zurückgegriffen. Nichts gegen ausgebildete Menschen anderer Nationen … naja, Baugeschichten könnte ich stundenlang erzählen…

      Ich danke Dir für die Glückwünsche, lieber Sven. 🙂

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s