Die Königin – die Rose

„Eine Frau ohne Geheimnisse ist wie eine Blume ohne Duft.“

(Maurice Chevalier)

Rosenduft, Rosenblüten, Rosenknospen, Rosenfarben, Rosenvielfalt, Rosenblätter, Rosendornen, Rosenbüsche, Rosensträucher, Rosenzweige.

Rosen übten auf mich schon immer eine Faszination aus. Rosen, die duften. Alte Rosen. Es gab Jahre, da stand eine Duftlampe in meinem Zimmer, und in dem Wasser Rosenöl.

Vor Jahren recherchierte ich auch schon einmal über die Rose und fand einige interessante Dinge heraus.

So stand dort, dass die Rose das Pentagramm symbolisiert und damit das Geheimnis. Sie gilt seit uralten Zeiten als ein Symbol der Verschwiegenheit. Im Christentum als Sinnbild für das Paradies, die dornenlose Rose für die Mutter Gottes, Maria. Sie hat viel mit Liebe, der Frau als Solches, Wollust und auch Begehren zu tun. In der Alchemie galt die Rose, als Blume der Weisheit und als Bild des klaren Geistes. Bei den Freimaurern stand sie für Liebe, Licht und Leben. Allerdings hängt ihr auch ein Wermutstropfen an, denn bei den Buddhisten hat sie nichts auf dem Altar zu suchen. Der Grund dafür sind ihre Stacheln. Denn auch das gehört zu den Einzelheiten, die nicht so populär sind. Rosen haben gar keine Dornen, sondern Stacheln. Nun ja, das ist doch ziemlich unerheblich, finde ich. Ob nun Dornen oder Stacheln. Für mich hat ein Igel Stacheln und eine Rose Dornen. Und da können die Gelehrten noch soviel drum herumreden, daran werden diese auch nichts mehr ändern können.


Natürlich darf ich bei der Beschreibung der Rose auch nicht ihre unterschiedlichen Farben außer Acht lassen, die unterschiedlich gedeutet werden.

Rot steht für die Liebe, was auch sonst. Karminrot für die Trauer, weiße Rosen für die ewige Liebe. Weil es für die ewige Liebe steht, werden weiße Rosen oftmals als Sargschmuck benutzt und schon werden sie nicht mehr als die positiven Botschafter betrachtet, für die sie doch stehen, sondern automatisch mit Tod in Verbindung gebracht. Rosa steht für Jugend und Schönheit. Bei Gelb wäre es gut aufzupassen. Eine einzelne gelbe Rose steht für Eifersucht. Mehrerer können auch Dankbarkeit oder tiefe Verehrung ausdrücken. (Ich mag Gelb, schließlich ist es die Sonnenfarbe und die steht ja wohl für Wärme, Licht und Leben. Außerdem kommt sie dem Gold sehr nah und es ist eine strahlende Farbe. Wer hat sich bloß diese Farbdeutungen ausgedacht?) Orangefarbene Rosen stehen für Glück und Hoffnung.

Ich schaue mich in Gärten häufig nach Rosen um, besonders nach den alten, hochgewachsenen und immer, aber wirklich immer, schnuppere ich, ob die Rosen auch duften.

In meiner Fantasie sehe ich mich oft in einem Garten, in dem überall Rosen blühen.

Ganze Büsche, hochgewachsen, die vor ihrer Blütenlast herunter wachsen. Dicke Blütentrauben und überall ein zarter, schwerer, intensiver Rosenduft in der Luft.
Ich denke auch an die Heckenrosen, mit ihren hellfrosanen Blüten und später wachsen an ihnen diese orangefarbenen Hagebuttenfrüchte, von deren Kernen wir als Kinder früher sagten, sie würden wie Juckpulver wirken. Doch egal wie viele von diesen hellen Kernen wir auch auf unserer Haut hin und her gerieben und geschmiert haben, es juckte nicht so wie Juckpulver. Wobei: Juckpulver habe ich nie wirklich ausprobiert … Ich stelle mir vor, wie ich diese Blüten abpflücke und Zuhause in einer flachen Schüssel aufbewahre, damit sie ihren Duft im Raum verteilen können. Ich denke an den Sommer, diese warme, schwere und gleichzeitig samtige Luft und ich sitze in der Natur und sauge die Düfte in mich ein, die an mir vorbeiströmen. An erster Stelle natürlich der Rosenduft. Doch da gibt es auch noch den Lavendel, Rosmarin und Thymian. Und wenn ich die Blätter der Zitronenmelisse zwischen meinen Fingern reibe, dann kann ich den Zitronengeruch an meinen Fingerspitzen riechen.
Wenn ich dann weiter in den Garten hineingehe, barfuß über den Rasen, dessen Geruch von frisch gemähtem Gras die Luft durchdringt. Umso näher ich an die Beete komme, dorthin, wo kaum ein Sonnenstrahl durch die Blätterdächer der Bäume dringen kann, an den Stellen, wo feines, weiches Moos auf der Erde sprießt, dort wehen einem mit dem feinen und seichten Lufthauch der Geruch von frischer Erde ins Gesicht…

… ich mag es, meine Augen zu schließen, um die inneren Bilder an mir vorbeiströmen zu lassen …

Liebe Grüße von Herzen, Kaya

© Kaya Licht

14 Comments

        1. Ja, solche Erfahrungen kann man natürlich mit ihnen auch machen. Davon habe ich auch schon gehört. Sie bekommen dann gelbe Blätter und so …
          Bisher hatte ich in den Gärten immer Glück mit Rosen. Bei mir werden sie nichts in der Vase.

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  1. Ein wunderschöner Beitrag über die Königin der Blumen!
    Meine Rosen blühen zur Zeit auch so schön, doch leider musste ich sie gegen Mehltau und Rosenrost spritzen, was ich eigentlich ungern tu.
    Herzliche Grüße von Hanne und hab noch ein schönes erholsames Wochenende! 🍀🌞

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo liebe Hanne, schön Dich hier zu treffen.
      Das Problem mit dem Mehltau und dem Rosenrost kenne ich auch noch, doch irgendwie kann ich doch nicht ohne diese Blumen sein, zumindest in einem Garten. So wünsche ich Dir viel Glück mit Deinen Rosen.
      Für dich auch ein schönes und angenehmes Wochenende.
      Liebe Grüße von Herzen, Kaya

      Gefällt 1 Person

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