Corona kann mich mal!

Was ist bloß mit dem Wetter los?

Als ich heute Morgen das erste Mal aus dem Fenster blickte, flogen dicke, fette Schneeflocken an der Fensterscheibe vorbei und deckten alles mit einer dicken Schicht Schnee zu. Es hörte lange Zeit nicht auf.

Nachbarn bauten dann mit ihren Kindern einen Schneemann mitten auf den Rasen. Ich warf ihnen eine Mohrrübe für die Nase und zwei Walnüsse für die Augen runter. Sie freuten sich, denn sie hatten nur ein paar Bucheneckern, die sie nun als Knöpfe benutzen konnten.

Inzwischen hat es schon wieder geregnet – und auch getaut. Die Mohrrübe löste sich und liegt nun vor den Resten des Schneemanns auf dem Rasen.

In der Wettervorhersage prophezeien sie uns in ungefähr zehn Tagen einen Temperaturanstieg auf 22 Grad. Heute also noch Winterstiefel und in der kommenden Woche Badehose. Das hat doch was.

Ansonsten erinnert mich das Wetter irgendwie an das allgemeine Geschehen auf unserem Planeten. Alles spielt verrückt, warum also sollte das Wetter da eine Ausnahme machen?

Heute las ich eine Menge anderer Beiträge, wobei es häufig darum ging, wie man denn nun mit dem Thema Corona umgehen solle und wie man seine Tage gestalten könnte.

Nun, generell ist das einfach eine ziemlich individuelle Geschichte.

Eine Bloggerin, die eigentlich viel in einem öffentlichen Schwimmbad schwimmt, joggt jetzt ganz viel. Wieso auch nicht, obwohl sie das Schwimmen sehr vermisst.

Andere räumen jetzt endlich mal auf, sehen sich ihre Lieblingsfilme an, gehen spazieren, bloggen natürlich, lesen endlich mal wieder ein Buch oder arbeiten eben von zu Hause aus.

Von denen, die jetzt um ihre Existenz bangen, habe ich noch nichts gelesen. Aber die bloggen vermutlich auch nicht. Die haben einfach andere Sorgen. Wie eben auch jene, die jetzt irgendwo in der Weltgeschichte verweilen und um ihre Rückreise bangen, weil Flüge gestrichen wurden, die Grenzen geschlossen sind oder auch aus anderen Gründen nicht nach Hause kommen können.

Ich glaube, es ist wichtig, nicht in Panik zu verfallen und sich nicht von den Informationen, die auf uns einprasseln runterziehen zu lassen. Klar, das lässt sich leicht dahin schreiben, während man bequem in der warmen Bude hockt und den Anschein erweckt, sich keine Sorgen machen zu müssen. Das täuscht, auch wenn ich das nicht in den Vordergrund drängen lasse. Das habe ich auch in Zukunft nicht vor.

Ich werde Corona nicht erlauben, in mein Leben einzudringen. Natürlich hat Corona auch bei mir Platz genommen. Sie hockt jetzt irgendwo und beobachtet mich. (Bei mir ist es jetzt mal eine „sie“) Aber sie darf bitteschön nur irgendwo in der Ecke sitzen und gern ein wenig herumschmollen. Ganz sicher aber werde ich ihr nicht mehr Raum zugestehen. Natürlich versucht sie immer mal wieder sich in meinem Leben breitzumachen und manchmal spüre ich auch, wie es mich zu überfluten droht, doch dann gelingt es mir zum Glück immer wieder, sie auf ihren Platz zu verweisen.

Ich werde nicht in den Panikmodus geraten, ständig ängstlich alle Nachrichten über mich einbrechen lassen oder den Glauben zulassen, wir würden morgen kein Geld mehr zur Verfügung haben oder irgendetwas anders Negatives erleben.

Natürlich wird Corona auch Veränderungen in unserem Leben bewirken. Hat sie auch schon.

Normalerweise wäre ich jetzt schon an der Nordsee und würde dort arbeiten. Ist erst einmal vertagt. Ist halt so. Ich kann es nicht ändern und ich werde mich hüten, mir jetzt darüber den Kopf zu zerbrechen. Und ja, das Geld hätten wir gut gebrauchen können.

Vielleicht bleibe ich auch so gelassen, weil ich schon so einige Engpässe in meinem Leben erfahren habe. Ich musste schon mal Kassenstürze machen und mir überlegen, wovon ich meine Verbindlichkeiten eigentlich bezahlen soll. Ich kenne es auch, wenn ich nur das absolut Notwendigste an Essen und Trinken einkaufen kann, weil das Geld für mehr einfach nicht reicht. Ich war mehr als einmal arbeitslos. Ich füllte sogar schon mal die Harzt4-Formulare aus – was ich wirklich niemandem wünsche (!) – wobei ich dann doch daran vorbeigeschlittert bin. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man liebste Menschen verliert. Ich kenne es, wie es ist, sehr krank zu sein. Ich habe es auch erlebt, vor dem Nichts zu stehen. Ich habe noch so viel mehr erfahren und erlebt. Das Leben hat sich mir nicht immer nur von seiner schönen und angenehmen Seite präsentiert.

Doch eines hat es mich gelehrt: Es geht immer weiter! Es gibt immer eine (oder mehrere) Lösungen, auch wenn es manchmal und in bestimmten Augenblicken nicht so scheint.

Ja, eine Pleite ist ganz gruselig. Ein Verlust ist fürchterlich. Eine Trennung ist traurig. Ein Abschied tut weh. Eine Kündigung schmerzt und nagt am Selbstwertgefühl. Eine schwere Krankheit erscheint lebensbedrohend.

Wenn man dann so etwas erlebt, meint man, die Welt müsste stehenbleiben. Die Menschen dürften nicht mehr lachen und keine Freude mehr empfinden.

Doch die Welt dreht sich weiter und andere Menschen lachen und tanzen auch weiter. Sie essen köstliche Lebensmittel. Sie kaufen sich teure Möbel und Kleidungsstücke. Sie verdienen einen Haufen Geld. Sie können sich Unmengen gönnen. Sie leben in großen Villen. Fahren Ferraris oder andere fette Autos, besitzen eine Segelyacht und mehrere Ferienhäuser.

Es gibt immer Menschen, denen es besser geht, als mir selbst. Die mehr Glück haben. Menschen, die mehr Erfolg haben. Die sich mehr trauen. Die mutiger sind. Denen scheinbar nie irgendetwas Schlimmes oder Negatives passiert. Die immer positiv gestimmt scheinen und sich aus jedem Abgrund wieder befreien und jede Niederlage als Herausforderung betrachten. Das kann nicht jeder und das ist auch in Ordnung so!

Ich erinnere mich noch, wie ich mich einsam und verlassen fühlte. Ich hatte gerade meinen Job verloren, ich war Single und mein neuer Vermieter drohte mit massiver Mieterhöhung. Ein Kassensturz zeigte mir deutlich, dass ich meinen Verbindlichkeiten auf keinen Fall mehr nachkommen könnte und Versicherungen und Co. teilten mir lapidar mit, dass ich nicht so einfach kündigen könnte. Ich hätte doch bitteschön die Kündigungsfristen einzuhalten und die Dauer eines Vertrages. Daraufhin platzte mir dann schon das eine oder andere Mal der Kragen und ich fragte, was sie denn zu gedenken täten, wenn ich zahlungsunfähig werden würde. Ich durfte dann doch mehr kündigen, aber halt nicht alles, was ich gern wollte, weil nicht alle eine menschliche Seite zeigten. Man versteckte sich gern hinter Bedingungen und Regelwerke, für die man doch schließlich nichts könnte.

Ich weiß auch, wie es sich anfühlt, wenn ein geliebter Mensch stirbt oder sich jemand von mir trennt.

Auch jetzt läuft bei uns nicht alles glatt und reibungslos. Auch wir – mein Mann und ich – müssen über die nächste Zeit sprechen, neue Pläne schmieden, uns gegenseitig aufbauen und Mut zusprechen. Wir kommen auch an einem Kassensturz nicht vorbei und müssen uns klarmachen, wie es in der nächsten Zeit weitergehen soll und kann.

Niemand von uns weiß, wie es weitergehen wird. Und auch unsere Nerven liegen manchmal blank.

Keiner von uns weiß – damit meine ich alle Menschen – wie es „danach“ sein und weitergehen wird. Wir können aber eigentlich ganz bestimmt nicht so weitermachen wie „vorher“, das wäre vermutlich falsch und fatal. Damit meine ich das gesamte, weltliche Geschehen. Die Globalisierung genauso wie die Digitalisierung. Es funktioniert nicht so, wie man versucht uns weißzumachen. Das erleben wir jetzt alle – und damit meine ich wirklich alle! Dieses schöne Werk, zerplatzt gerade. Einfach so, wegen eines nicht einmal sichtbaren Virus.

Dabei hat unseren Planeten schon so viele Katastrophen heimgesucht. Da sind die erdbedingten wie Vulkanausbrüche, Erdbeben, Orkane, Tsunamis, Hurrikans, Stürme, Gewitter, Riesenhagelkörner, Dürreperioden, Überschwemmungen, Heuschreckenplagen – um nur ein paar zu nennen. Dann sind da die vielen, zahlreichen Kriege auf der Welt, das Massenaussterben von Tierarten und Pflanzensorten, das Bienensterben im Besonderen. Dann die vielen Tote durch Hunger, Krieg und Massenflucht. Wir nehmen das 5G-Netz stillschweigend in Kauf, obwohl viele sagen, es sei besonders schädlich für uns. Dann leben wir mit den Obdachlosen, ohne ihnen wirklich zu helfen, wir leben auch mit der Kinderarmut in unserem doch so reichen Land. Und wie lange haben wir gebraucht, bis die Klimakrise auch in unseren Köpfen angekommen ist? Dann frage ich auch mal nach, wieso noch immer so viele Menschen Lebensmittel in Plastik eingehüllt kaufen, obwohl es auch dafür Alternativen gibt… Wenn dies vorbei ist, dann bleiben noch viele Fragen offen. Jetzt aber, jetzt dreht es  sich gerade um Corona.

Ich bin eben nicht bereit Corona den Hauptteil meines Lebens zu überlassen. Ganz bestimmt nicht. (Gerade habe ich sie über die Balkonbrüstung geschubst. Sie versucht es immer wieder.)

Wichtig ist es, finde ich: klarzubleiben. Gegenwärtig. Sich nicht runterziehen lassen. Egal, was ist und wie schlimm die aktuelle Situation auch erscheinen mag. Ja, es i-s-t ganz viel ganz schlimm!!! Es ist fürchterlich für ganz viele Menschen! Ganze Existenzen sind bedroht und teilweise schon zerstört! Menschen erkranken und sterben!

Aber bitte: es nützt mir nichts, wenn ich jetzt in den Panikmodus oder Hilflos-Modus oder meinen Kopf in den Sand steck – Modus verfalle. Und eine andauernde Schockstarre ist auch nur wenig hilfreich oder unterstützend.

Hier und heute kann ich sowieso nichts ver-ändern. Ich kann aktuell das beste aus der jetzigen Situation machen.

Ich stehe auf. Ich frühstücke. Ich lese. Ich schreibe. Ich blogge. Ich recherchiere. Ich stöbere herum. Ich gehe spazieren. Ich telefoniere. Ich unterhalte mich. Ich koche. Ich backe. Ich höre Musik. Ich sehe einen Film. Ich springe unter die Dusche. Ich bade. Ich wasche Wäsche. Ich kaufe ein. Ich mache sauber. Ich gieße die Pflanzen. Ich füttere die Vögel. Ich schaue aus dem Fenster. Ich informiere mich. Ich beantrage Unterstützung. Ich schalte das Exposé über unsere Wohnung für den Makler frei. Ich setzte mich auf die Rudermaschine. Ich tanze durch das Zimmer. Ich male ein Bild. Ich mache ein paar Dehnungsübungen. Ich putze die Zähne. Ich bürste meine Haare. Ich creme mich ein. Ich ziehe mich an und ich ziehe mich aus. Ich gehe ins Bett.

Mehr kann ich gerade nicht tun – und die Reihenfolge stimmt so nicht unbedingt.

Ich habe es schon mal an einer anderen Stelle erwähnt: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Anders ausgedrückt: Wir holen in unser Leben worauf wir am meisten Energie geben und unseren Focus richten oder lenken.

So funktioniert es, ob wir das wollen oder nicht. Das mag hart und ungerecht klingen, aber ich habe mir das weder ausgedacht noch so entschieden.

Auf jeden Fall fühle ich mich besser, wenn ich mich mit den schönen und guten Dingen des Lebens beschäftige, ohne das, was ist zu verleugnen. Natürlich informiere ich mich auch, doch bitteschön nicht den ganzen Tag lang. Denn würde ich mich jetzt die ganze Zeit mit dem Corona-Thema beschäftigen, würde mich das ganz bestimmt nicht nur in den Keller ziehen, sondern in den tiefsten Unter- und Abgrund. Ich habe mich dagegen entschieden – denn ändern kann ich sowieso nichts.

Es bringt mir also nichts, mich verrückt zu machen, was mich letztendlich nur runterzieht, mein Immunsystem unnötig schwächt und dafür sorgt, dass ich mich rundherum mies fühlen würde. Das nützt mir herzlich wenig und vermiest mir nicht nur meine Stimmung, sondern auch meinen Tag.

Dazu kommt, dass ich sowieso nicht einmal die Hälfte dessen glaube, was uns durch die Medien so tagtäglich weißgemacht wird. Ich habe ein ganz gutes „Bauchgefühl“.

Dann habe ich noch eine Devise: „Sorge für die Dinge, wenn sie anstehen, vorher hat es sowieso keinen Sinn oder Zweck.“

Ja, ich erwähne es noch einmal: Wenn jetzt jemand keine Einnahmen mehr hat, der Vermieter weiter die Miete fordert und mit Kündigung droht, wenn man seine Verbindlichkeiten nicht zahlen kann oder nicht weiß, wovon man das nächste Essen einkaufen soll… Es gibt bestimmt ganz schlimme Situationen – jedoch:

Wann kann ich eine für mich beste Entscheidung treffen, also Lösungen finden? Wenn ich in den Panikmodus gerate oder wenn ich in der Lage bin, klare Gedanken zu hegen?

Ich hoffe, wir bleiben alle klar und positiv gestimmt. Sonst tauscht euch aus, unterstützt euch gegenseitig, sprecht euch Mut und Zuversicht zu und lasst euch bitte nicht unterkriegen und auch nicht runterziehen.

Natürlich – ich weiß hier und heute nicht, wie es in meinem Leben weitergeht, mit Corona. Vielleicht erkranke ich morgen. Vielleicht trifft es mich auch ganz schlimm. Vielleicht dreht sich bei uns auch der Geldhahn zu. Vielleicht brechen andere Aufträge weg. Vielleicht verlieren wir Haus und Hof. Vielleicht. Vielleicht.

Ich weiß, dass ich nichts weiß. Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Ich weiß nicht, ob ich gesund bleibe. Ich weiß nichts.

Ich muss jetzt keine Lösung für irgendwelche Schwierigkeiten parat haben, die noch nicht eingetroffen sind.

Für Schwierigkeiten, die eingetroffen sind, brauche ich unbedingt einen klaren Verstand, den ich nicht habe, wenn ich in Panik verfalle, mir das Schlimmste ausmale oder vor Angst schlottere.

Viel besser sind Aktionen wie: jemanden ausfindig machen, den man tatkräftig unterstützen kann – wie auch immer. Oder sich im Zweifelsfall Unterstützung holen, wenn man in Schwierigkeiten steckt. Wer weiß, vielleicht gibt es ja hier jemanden, der schon Erfahrungen gesammelt hat und dienliche Hinweise geben kann. Da sind einfach mal Fantasie, Kreativität und auch Nachfragen angesagt.

Aktionen sind immer besser als Re-Aktionen.

So, jetzt höre ich auf, sonst finde ich nie ein Ende, mein Mann kriegt nichts zu essen (die Folgen will ich gar nicht beschreiben) und in diesem Sinne:

Corona kann mich mal!

Herzlichst, das Licht

©️ Kaya Licht

16 Comments

  1. Für angstbesetzte Situationen ist es wichtig sie zu verstehen und dabei die Kontrolle zu behalten. Du nennst es richtig: „Aktionen sind immer besser als Re-Aktionen.“ Mir machen oft Situationen Angst, in denen ich nicht verstehe, was passiert. Habe ich es dann verstanden, ist es oft auch nicht angenehmer, aber ich kann besser damit umgehen. Es würde mich wundern, wenn Du andere Erfahrungen gemacht hättest. Lg. R.

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    1. Ja, das stimmt, das hast Du wunderschön formuliert und dargestellt. Diese Sicht fehlte irgendwie noch in meinem Beitrag, obwohl ich es auch so erlebt habe.

      Ich danke Dir!

      Und um dahin zu kommen, ins Verstehen, ist es wichtig sich darüber schlauzumachen und sich ausgiebig zu informieren, aber durch mehrere Quellen, bitteschön. Nur so kann man ein übersichtlichen Eindruck gewinnen und keine einseitige Betrachtungsweise, wie man sie über eine einseitige Berichterstattung erhält.

      Herzlichst,
      das Licht

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  2. Hallo Licht, das Schreckliche hast Du schön beschrieben.

    Ja, es geht immer irgendwie weiter, so dunkel es auch aussehen mag. Leider scheitern manche Pläne, weil ‚ein anderer‘ sie in seiner Hand hält. Ist das Leben erst zu Ende, völlig unverhofft, findet die Zukunft auf einer anderen Ebene statt, die wir hier auf dieser Welt nicht einsehen dürfen.
    Für alle Menschen, die jetzt vor dem Ruin stehen, die ihre Träume begraben müssen, wird eine neue Türe aufgehen…für andere ein neues Leben.

    Bleib gesund!
    Liebe Grüße von Gisela

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    1. Liebe Gisela,

      für Dich auch ein „bleib gesund“ … und auch Du hast die wenigen Worte wunderschön gewählt. Wie:

      vor dem Ruin stehen oder Träume begraben müssen.

      Irgendwie geht es eben immer weiter, auch wenn es häufig erst einmal sehr schwer werden kann und manches nie wieder so sein wird, wie es einmal war – und uns nicht immer alles gefallen wird.

      Wenn ich könnte, wie ich wollte …

      Auch für Dich liebe Grüße.

      Herzlichst,
      das Licht

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  3. Gucke mal, gerade hat mein Reader gezeigt, HIER leuchtet wieder was, sogar im Schnee. Bei uns sind übrigens auch dicke Flocken vom Himmel gekommen, aber nichts ist liegen geblieben.
    DU: „Corona auch bei mir Platz genommen. Sie hockt jetzt irgendwo und beobachtet mich. “ Ich: Corona kann nie und nimmer weiblich sein, nicht nur deswegen, weil es „der Virus“ heißt. – Da müssen wir Frauen zusammenhalten.
    DU: „Ich füllte sogar schon mal die Harzt4-Formulare aus – was ich wirklich niemandem wünsche (!) – “ Ich habe von 2004 bis 2010 Hartz IV bekommen – und habe dieses nicht arbeiten dürfen gehasst wie die Pest.
    Uff – das war ja ein sehr langer Artikel – aber ich habe alles gelesen. Mir geht es natürlich so lange gut, so lange nicht die Rentenzahlungen eingestellt werden – da gehe ich dann auf Insektenjagd, um von diesen Proteinen zu leben.
    Und tschüss sagt
    Clara

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    1. Hallo liebe Clara,

      inzwischen ist bei uns der Schnee auch fast vollkommen weggeschmolzen. Ein paar Reste liegen noch auf dem Rasen und der Schneemann hält wacker die Stellung, halt nur ohne Nase.

      Was die Geschlechterbezeichnung von Corona betrifft, da bleibt mir nichts anders übrig, als dir Recht zu geben. Zu meiner Entschuldigung will ich kurz vermerken:
      Ich bezog mich auf Corona und das ist allgemein ein Mädchenname. Allerdings und da kann ich Dir natürlich nicht widersprechen: Es ist ein „der Virus“ …

      Ich will mal kurz erwähnen, dass Harzt4 sicherlich eine gute Sache ist, wenn nicht die Art und Weise drumherum so gruselig wäre. Ich will noch nicht einmal den Sachbearbeitern, die sich mit den Antragstellern beschäftigen müssen, die Schuld für die Behandlungsweise geben – vermutlich wird ihnen das sogar vorgegeben – aber für jene, die die Anträge stellen, weil sie schlicht und ergreifend in eine Notlage geraten sind, ist es ganz fürchterlich.
      Zumindest erging es mir so und ich kenne einige, die ebenfalls so empfunden haben.

      Und ich glaube, liebe Clara, um Deine Rente musst Du Dir keine Sorgen machen. Die wird Dir sicher erhalten bleiben. Ich glaube eher, dass wir, die noch nicht zu den Rentnern gehören, den Gürtel ein wenig enger schnallen müssen, weil es weniger und auch später Rente geben wird. Bis dahin kann ich noch wieder ein paar Kilos abspecken. Aktuell würde mir das mit dem Gürtel-enger-schnallen nicht so gut in den Kram passen, ich habe nämlich ein paar Pfunde mehr auf den Hüften und dem Bauch…

      Herzlichst,
      das Licht

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      1. Ich nochmal kurz – hast du meine drei Kommentare in meinem Blog auf deine „Schrecknachricht“ gesehen, das ist mir wichtig.
        Ich hatte gute Bearbeiter im Jobcenter, weil ich ja nicht mehr ganz jung war. Ich habe auch zwei tolle Englischkurse bezahlt bekommen.
        Und tschüss sagt CLara

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  4. Mich belastet am meisten das Unwissen über das, was auf uns zukommt – weltweit – es ist nichts, was nur vor meiner Haustür ist, was ich beeienflussen kann.
    Mir geht es verdammt gut, mein Einkommen bezahlt der Staat, trotz meines hohen Alters bin ich kerngesund,meine sozialen Kontakte waren nie groß, ich bin eher ein Einzelgänger, ich habe in schönes Domizil, es ist genug Platz da, um mich auch jetzt frei bewegen zu können, die Wohnung ist voller Musik, voller Bücher, auf der Terrrasse blüht alles und trotzdem werde ich von Tag zu Tag stiller und habe zum ersten Mal in meinem Leben Angst – nicht vor der Epedemie, die kriegen wir dank Forschung irgendwann in den Griff, nein, vor den Verheerungen, die sie in unseren Gesellschaftssystemen anrichtet und wahrscheinlich auch in uns Menschen, weil unsere alte Ordnung wegfallen wird.
    Ich gehöre nicht zu den Schwarzsehern, bin der geborene Optimist, gehe Probleme sofort an – kann ich aber im Moment nicht und das macht mich still.
    Hier beginnt wieder ein wunderschöner Frühlingstag und den wünsche ich Dir auch, Karin

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    1. Liebe Karin,

      was für ein Glück, dass ich hin und wieder in der Rubrik „Kommentare“ nachschaue, sonst wäre mir vermutlich gar nicht aufgefallen, dass meine Antwort zu Deinem Kommentar irgendwo hin abgetaucht ist, ohne mir bescheid zu sagen.

      Ich empfinde Deinen Kommentar als sehr wohltuend, finde ich mich doch in Deinen Zeilen an vielen Stellen wieder. Das fühlt sich gut an.

      Schwarzsehen und trotzdem positiv gestimmt bleiben. Sich irgendwo dazwischen bewegen – und beides zulassen. Mal das eine ein bisschen mehr, mal das andere.

      Wir haben keine Wahl, also das Beste aus dem machen, was man uns zugesteht.

      Deine Angst kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Irgendwie eine ambivalent gestimmte Zeit – wenn man das mal so ausdrücken darf.

      Für Dich auch einen wunderschönen Frühlingstag. Wobei, hier weiß das Wetter heute nicht so genau, was es will. Es ist ein ständiger Wechsel, eben typisch April.

      Herzlichst,
      das Licht

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  5. Klingt alles gut, ist alles in meinem Sinne und du sprichst mir aus der Seele und wir haben offensichtlich ähnliche Erfahrungen gemacht: Das Leben kann Hindernislauf sein, aber dadurch wird es erst spannend. Ich lobe gerne und wenn ich dann mal kritisiere, sind hundert positive Kommentare vergessen und man nennt mich etwa einen bellenden Hund ..

    Was mir auffällt und ich kann mich irren: Alles klingt oben ein wenig nach Dale Carnegie, geht in die Richtung Coaching. Meine ehrlich Frage: Schreibst du ohne Hintergedanken oder möchtest du Coach sein oder werden? Ich meins nicht böse, denn du wärst ein guter Coach, weil du positive Kraft aussendest. Dennoch zählen Unternehmensberater und Coaches zu meinen engsten Feindbildern, wenn die Selbstoptimierung im Vordergrund steht, weil dies den Menschen eher schadet, sie in einen unendlichen und dauerhaften Stress versetzt, der schon zu Depressionen und Schlimmeren geführt hat.

    Ansonsten bewundere ich deine Art, dich in Worten auszudrücken. Kristallklarer Stil und emotional nachfühlbare Bildhaftigkeit. Du bist Schriftstellerin, deine Aufsätze könnt ich mir gut als Sammlung in einer Buchveröffentlichung vorstellen. Mal dem Heyne-Verlag ein Manu zusenden. Hier hab ich auch schon veröffentlicht unter meinem wahren Namen, der im Internet nichts zur Sache tut.

    Bleib dir treu und bleib gesund, Sven 🙂

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